Familie Dr. Norden Classic 46 – Arztroman

Martinas letzte Lüge

Patricia Vandenberg: Familie Dr. Norden Classic 46 – Arztroman
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Verlag: Kelter Media
Erschienen:
Sprache: Deutsch
Seiten: 64 (Druckfassung)
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Dr. Daniel Norden ist verzaubert von der jungen Ärztin Dr. Fee Cornelius. Fee und Daniel heiraten. Er hat eine Praxis in München eingerichtet, Fee hilft ihm. Beide sehen den Beruf nicht als Job, sondern als wirkliche Berufung an. Aber ihr wahres Glück finden sie in der Familie. Fünf Kinder erblicken das Licht der Welt; zunächst Daniel jun., bald darauf sein Bruder Felix. Nach den beiden Jungen, die Fee ganz schön in Atem halten, wird Anne Katrin geboren, die ganz besonders an dem geliebten Papi hängt und von allen nur Anneka genannt wird.

Weiterhin bleibt die Familie für Daniel Norden der wichtige Hintergrund, aus dem er Kraft schöpft für seinen verantwortungsvollen Beruf und der ihm immer Halt gibt. So ist es ihm möglich, Nöte, Sorgen und Ängste der Patienten zu erkennen und darauf einfühlsam einzugehen.

Familie Dr. Norden ist der Schlüssel dieser erfolgreichsten Arztserie Deutschlands und Europas.

Martina betrachtete sich im Spiegel. Sie war ein hübsches Mädchen und fand sich bildschön und unwiderstehlich in dem neuen bunten Sommerkleid, für das sie viel mehr Geld ausgegeben hatte, als sie sich eigentlich leisten konnte, aber Jürgen Lichtenberg dachte ja, daß sie zu der reichen Familie Burgmüller gehörte und sie wollte ihn auch noch in dem Glauben lassen, bis sie seiner Liebe ganz sicher sein konnte. Eigentlich glaubte sie ganz fest daran, daß er sie liebte, warum sonst hätte er sie dann mit zu sich genommen in seine Wohnung. Es war eine schöne Wohnung, so eine, wie sie auch gern eine hätte, aber sie verriet auch, daß er ein typischer Junggeselle war, der alles herumliegen ließ. Sie hatte erst einmal Ordnung geschaffen, und das hatte ihm anscheinend gefallen. Er brauchte solche Frau, die sich um alles kümmerte. Sie war diese Frau, und bestimmt würde er ihr bald sagen, wie wichtig sie für ihn sei. Es war gut, daß er keine Eltern mehr hatte, wie sie auch, die konnten ihm wenigstens nicht dreinreden. Immerhin hatten sie ihm genügend Geld hinterlassen, daß er neben seinem Beruf als Testfahrer in einem großen Autokonzern, der ebenfalls sehr hoch dotiert war, noch seinen kostspieligen Hobbys wie Tennis, Reiten und Golfen nachgehen konnte. Martina fand das alles wunderbar und träumte schon davon, daß sie das bald auch tun würde. Jetzt reichte ihr Verdienst kaum für ein Auto, das sie ratenweise abstotterte und manchmal mit den Raten in Verzug geriet. Natürlich sagte sie das ihrem Traummann nicht, sondern tat so, als lege sie keinen Wert auf Äußerlichkeiten, und als ob ein Auto für sie nur ein Fortbewegungsmittel sei. Es war schon immer so gewesen, daß sie ungeniert log, wenn es darum ging, sich beliebt zu machen. Das war überhaupt ihr Bestreben, bei allem und überall beliebt zu sein. Sie merkte dabei gar nicht, daß sie sich damit eher lächerlich machte. Sie wollte ja nur anerkannt werden, zu den besseren Kreisen dazugehören. Ihre Eltern hatte sie schon verleugnet, als sie noch lebten, weil sie es zu nichts gebracht hatten, anders als die reichen Burgmüllers, zu denen Martina lieber gehören wollte. Sie hatte sich in eine Märchenwelt hineingesteigert und sich so in Szene gesetzt, als wäre sie da hineingeboren. Manche konnte sie damit sogar überzeugen, aber die Männer, denen ihr Interesse galt, konnten sie richtig einschätzen, denn sie hatten meistens bereits Erfahrungen mit Frauen gesammelt. Sie war schon manches Mal in ihrem erst zweiundzwanzigjährigen Leben enttäuscht worden, lebte aber weiterhin in ihrer Scheinwelt.

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