Chefarzt Dr. Norden 1181 – Arztroman

Kekse, die nach Liebe schmecken

Jenny Pergelt: Chefarzt Dr. Norden 1181 – Arztroman
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Verlag: Kelter Media
Erschienen:
Sprache: Deutsch
Seiten: 64 (Druckfassung)
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In der Behnisch-Klinik ist man in großer Sorge um Stefan Grabas, einen Patienten, der sich weigert, sein lebensgefährliches Aneurysma operieren zu lassen. Immerhin ist er bereit, noch eine Weile zur Beobachtung in der Klinik zu bleiben. In der Cafeteria stellt er fest, dass eine neue Konditorin dort wirkt, deren Leckereien in Stefan schmerzhafte Erinnerungen an Patricia, seine verlorene große Liebe aus jüngeren Jahren wecken. Als er Jettes Schokoladenkekse kostet, kommt er mit der jungen Frau ins Gespräch und erzählte ihr voller Wehmut die Geschichte seiner enttäuschten Liebe, die mit dazu beigetragen hat, dass er das ­Leben nicht mehr lebenswert findet. Wie fassungslos Jette an­gesichts seiner Erzählung ist, fällt ihm dabei gar nicht auf. Jette jedoch gewinnt Erkenntnisse, die sie zu raschem Handeln zwingen, und das Ergebnis ist für alle Beteiligten fast ein Wunder …

Jette liebte diesen besonderen Augenblick, wenn sie die Tür des Backofens öffnete und ihr der Duft von karamellisiertem Zucker, zerlaufener Butter und weichem Biskuit entgegenströmte. Mit einem entrückten Lächeln schloss sie die Augen und war glücklich, dass sie sich für den schönsten Beruf der Welt entschieden hatte. "Nicht träumen! Arbeiten!" Jette zuckte schuldbewusst zusammen, als sie Ankas schnippische Stimme hinter sich hörte. "Ich träume nicht", verteidigte sie sich halbherzig und nahm den Kuchen aus dem Ofen. Sie hatte gelernt, dass es besser war, über Ankas Sticheleien hinwegzusehen. Die Tochter des Bäckermeisters kam zum Glück nur selten zu ihr in die Backstube. Sie hatten zwar im selben Jahr dieselbe Schule abgeschlossen, waren sich im Grunde aber völlig fremd. Während Jette eine Konditorlehre begonnen hatte, war Anka sofort in den elterlichen Betrieb eingestiegen, um ihren Platz hinter der Ladentheke einzunehmen. Erst Jahre später hatte der Zufall die beiden jungen Frauen wieder zusammengeführt. Jette war nach ihrer Ausbildung auf der Suche nach einer neuen Herausforderung gewesen, und im Café Stiller gab es eine freie Stelle in der Backstube. Als Jette die Anzeige im Wochenblatt gelesen hatte, war ihr sofort Anka eingefallen. Anka Stiller, das unscheinbare und zurückhaltende Mädchen, dem die Schule nie leichtgefallen war und das nur wenige Freunde hatte. Jette bewarb sich auf die Stelle, arbeitete einen Tag auf Probe und bekam dann den Job. Damals war sie überzeugt gewesen, gut mit Anka auskommen zu können. Doch Anka hatte ihr schnell klargemacht, wer hier das Sagen hatte und dass sie als Juniorchefin keine freundschaftliche Beziehung zu einer Angestellten unterhielt. Inzwischen arbeitete Jette seit zwei Jahren im Café Stiller, und sie hatte sich mit Ankas Eigenarten längst abgefunden. Sie musste nicht mit ihr befreundet sein.

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