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Neue Leben
| Fassung: |  | Autorenlesung | | Sprecher: |  | Ingo Schulze
| | Produktionsjahr: |  | 2006 | | Spieldauer: |  | 473 Minuten | | Größe: |  | 433,44 MB |
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Ingo Schulzes neuer Roman ist eines der am längsten ersehnten Bücher der Gegenwartsliteratur. Er erzählt - zum großen Teil entlang der Biographie des Autors - von der Zeit vor, während und nach der Wende.
Doch nach der Manier des 18. Jahrhunderts firmiert der Schriftsteller Ingo Schulze nur als Herausgeber von Briefen aus dem Jahr 1990, geschrieben von Erico Türmer, der vom verhinderten DDR-Schriftsteller zum vermeintlich erfolgreichen Unternehmer im vereinigten Deutschland avanciert.
Der Autor selbst liest aus dem Briefroman, geschult am Ton eines E.T.A. Hoffmanns und der Gebrüder Grimm, der meisterhaft beschreibt, "wie der Osten, aber auch der Westen, 1989 verloren ging" (Ingo Schulze).
Ingo Schulze liest selbst hier seinen neuen, lang erwarteten und hoch gelobten Roman. Es ist die wundersame Geschichte des Enrico Türmer, der mit dem Mauerfall die Kunst aufgibt, ein Zeitungsimperium gründet - und doch immer derselbe bleibt. In Briefen an einen Jugendfreund, seine Schwester und eine westdeutsche Fotografin schildert Türmer sein Leben in der DDR und seine Lebenswende in den Zeiten des Umbruchs.
Am 15.Dezember 1962 wird Ingo Schulze in Dresden geboren. Die Ehe der Eltern (der Vater Physiker, die Mutter Ärztin) scheitert schon ein Jahr später. Ingo Schulze wächst bei seiner Mutter auf, macht das Abitur in Dresden, absolviert seinen Grundwehrdienst in Oranienburg und studiert von 1983 bis 1988 Klassische Philologie in Jena.
Anschließend geht er als Dramaturg ans Landestheater Altenburg, bis er Anfang 1990 eine eigene Zeitung gründet, das "Altenburger Wochenblatt" 1993 gründete er im Auftrag eines Geschäftsmannes in St. Petersburg eine Anzeigenzeitung. Nach seiner Rückkehr zieht er nach Berlin, wo er 1995 seine Petersburger Aufzeichnungen als Buch veröffentlicht: "33 Augenblicke des Glücks".
Ein sensationelles Debüt: Im selben Jahr erhält Schulze den Alfred-Döblin-Förderpreis, den Ernst-Willner-Preis sowie den "aspekte"-Literaturpreis. 1996 geht Schulze als Stipendiat für sechs Monate nach New York. 1998 erobert er mit "Simple Storys. Ein Roman aus der ostdeutschen Provinz" die Bestseller-Listen und erhält den Berliner Literaturpreis mit der Johannes-Bobrowski-Medaille.
Es folgt "Von Nasen, Faxen und Ariadnefäden" (2000) und "Mr.Neitherkorn und das Schicksal" (2001). 2001 erhielt er den Joseph-Breitenbach-Preis. Seine Bücher wurden bisher in 24 Sprachen übersetzt. Ingo Schulze lebt und arbeitet als freier Schriftsteller in Berlin.
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