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Gnadenfrist
| Fassung: |  | vollständige Lesung | | Sprecher: |  | Christian Berkel
| | Produktionsjahr: |  | 2006 | | Spieldauer: |  | 177 Minuten | | Größe: |  | 161,78 MB |
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Jean Baptist Warnke ist der zweite Mann in der niederländischen Botschaft in Lima. Der geborene Diplomat ist charmant zu jedem und von geringem Geltungsbedürfnis. Auch sein Familienleben verläuft ohne Leidenschaften und Abenteuer.
Das ändert sich schlagartig, als er sich in die lebensfrohe Milena verliebt: Sie ist Mitglied einer Freiheitsbewegung, die vor Gewalt und Terror nicht zurückschreckt. Rasant, witzig und auch ein wenig melancholisch liest Christian Berkel die Geschichte von einem, der sich raushalten möchte und gerade dadurch immer mehr an den Rand des Abgrunds gerät.
Arnon Grünberg wurde am 22.2.1971 in Amsterdam geboren. Seine Eltern sind jüdische Emigranten aus Berlin, dem Vater gelang früh die Flucht vor den Nazis, die Mutter überlebte mehrere Konzentrationslager. Mit 15 wird Arnon Grünberg wegen "schlechten Betragens" des Gymnasiums verwiesen. Er versucht sich als Schauspieler, arbeitet als Tellerwäscher und Apothekenhelfer und gründet einen Verlag, der aber bald pleite geht.
Als es mit Grünberg bergab zu gehen droht, gibt ihm ein Verleger einen Rat, seine Erfahrungen zu Papier zu bringen. Mit Erfolg: 1994 erscheint Grünbergs erster Roman "Blauer Montag", der sogleich mit dem Anton-Watcher-Preis für das beste Debüt ausgezeichnet wird.
Von da an veröffentlicht er mindestens einen Roman im Jahr. 1995 übersiedelt Grünberg der Liebe wegen nach New York, wo er auch als Kolumnist und Essayist für diverse Zeitungen und Zeitschriften tätig ist. 2000 erhält er für "Phantomschmerz" den angesehenen AOK-Literaturpreis. Im selben Jahr veröffentlicht er unter dem Pseudonym Marek van der Jagt den Roman "Amour fou". "Gnadenfrist" (2004) ist Grünbergs neuestes auf Deutsch erschienenes Buch. Der Autor lebt nach wie vor in New York.
Christian Berkel, 1957 in Berlin geboren und zweisprachig (Französisch; Deutsch) aufgewachsen, zieht es mit 14 Jahren nach Paris, wo er bereits neben der Schule Schauspielunterricht nimmt. Ingmar Bergman entdeckt den 19-jährigen für seinen Film "Schlangenei". Danach folgen Theaterengagements u. a. am Düsseldorfer Schauspielhaus, Schauspielhaus Bochum, Residenztheater München, Burgtheater Wien und am Schillertheater Berlin.
Sein Talent und seine Wandlungsfähigkeit zeigt er in nationalen und internationalen Kinoproduktionen wie u. a. "Black Book" (2005, Paul Verhoeven), "Der Untergang" (2003, Oliver Hirschbiegel) für den er 2004 mit dem BAMBI ausgezeichnet wird, "Das Experiment" (2001, Oliver Hirschbiegel) und "Laissez-Passer" (2001, Bertrand Tavernier), sowie in über 40 Fernsehfilmen.
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