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Die Reise des Giuseppe Mastorna
Fellinis filmisches Vermächtnis
Es wäre sein bester Film geworden, glaubte Fellini. Doch er hat ihn nie vollendet. Der Cellist Giuseppe Mastorna sitzt im Flugzeug von Hamburg nach Florenz, als die Maschine wegen eines Unwetters notlanden muß. In einer fremden Stadt sieht sich Mastorna auf einmal Menschen gegenüber, die er seit langem kennt. Sie führen ihn an Orte, die ihm seltsam bekannt vorkommen. Er merkt schließlich: er steht vor seinem ganz persönlichen Jüngsten Gericht.
Der WDR-Regisseur Felix Partenzi hat diesen Text wieder entdeckt und den magischen Realismus Fellinis für das Hörspiel genutzt. Ein Mythos wird lebendig!
Federico Fellini, geboren am 20. Januar 1920 in Rimini, wächst in bürgerlichem Milieu an der Adria auf und geht als junger Mann nach Rom. Er versucht sich zunächst als Feuilletonjournalist, Comiczeichner und wird Gagautor in Cinecittà.
Als Roberto Rossellinis Regieassistent findet er 1952 den Weg zu einem ersten eigenen Film: "Lo sceicco bianco" (Der weiße Scheich). Im Alter von 40 Jahren hat er bereits acht Filme realisiert (u. a. 1954 "La Strada"), zwei Oscars und einen Silbernen Löwen gewonnen und wurde mit "La dolce vita" (1960) in Cannes gefeiert.
Federico Fellini zählt in Italien zu den absoluten Größen der nationalen kulturellen Identität und bleibt dennoch immer umstritten. Sein Name ist mit dem Mythos der römischen Filmfabrik Cinecittà und dem Schauspieler Marcello Mastroianni verbunden, den er in mehreren Filmen zu seinem Alter ego macht. Fellini starb am 31. Oktober 1993 in Rom.
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