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| mairisch Verlag: Peter Reichenbach |
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Die Bibliothek der Lektoren: Wertvolle Insider-Tipps für Ihre 5-Sterne-Bibliothek bei claudio.de!
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Peter Reichenbach, geb. 1976, Verleger mairisch Verlag, Lektor. 2006 erhielt der mairisch Verlag die Verlagsprämie der Hamburger Kulturbehörde für besonders engagierte Verlagsprogramme.
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| Die Schätze für Ihre 5-Sterne-Bibliothek: |
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Stevan Paul, "Monsieur, der Hummer und ich. Erzählungen vom Kochen" "So hatte ich den Küchenchef noch nie gesehen. Seltsam verändert. Blass sah er aus. Um Jahre gealtert. Er musste Schreckliches erlebt haben. Da draußen. Hinter der Schwingtür." Stevan Paul versteht es unterhaltsam, komisch und anregend davon zu erzählen, wie es in der Welt der Küchen aussieht. Selbst jahrelang Koch in führenden Häusern der deutschen Gastronomie, verbindet er seine Leidenschaft als Autor, Blogger und Leseveranstalter. Er erzählt in einer mitreißenden Sprache davon, wie es sich anfühlt, Deutschlands prominentesten Restaurantkritiker zu bekochen und dabei grandios zu scheitern, wie Kartoffelsalat aus der Fritteuse schmeckt, wie gut die Witze von Paul Bocuse sind und was da so grundfalsch läuft bei den Deutschen und ihren steifen Grillversuchen. Natürlich gibt es zu jeder Erzählung das passende Kochrezept.
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Michael Weins, "Delfinarium" Der zwanzigjährige Daniel soll auf die hübsche und anziehende Susann Windgassen aufpassen, die nach einem Unfall nicht mehr spricht. Etwas aus ihrer Vergangenheit scheint sie allerdings in ihre jetzige Sprachlosigkeit hinüber gerettet zu haben: Sie ist fasziniert von Delfinen. Als ein Fremder auftaucht, der behauptet, Susann sei eigentlich seine verschwundene Frau Marie, begibt sich Daniel auf die Suche nach dem Geheimnis dieser Frau, die das Universum offenbar im entscheidenden Augenblick doppelt belichtet hat. Die Handlung wird vom Hamburger Michael Weins eingebettet in diese eigentümliche Mystik des Alten Landes, die in der einfachen und klaren Sprache des Autors ihren Gegenpol findet.
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Finn-Ole Heinrich, "Gestern war auch schon ein Tag" “Einmal bin ich mitten in der Nacht aufgewacht, weil sie im Schlaf gewimmert und geweint hat. Ich habe sie nicht geweckt, nicht gestreichelt oder geküsst, habe ihr nur zugesehen. Es war gut, sie wieder weinen zu sehen, sie endlich weinen zu sehen. Ich hatte fast vergessen, wie Susan aussieht, wenn sie weint.“ Susan fehlt ein Bein. Tom ist die Treppe runtergefallen. Und Henning lügt so lange, bis er die Wahrheit sagt. Finn-Ole Heinrich erzählt von Menschen, die ins Schwanken gekommen sind, die das Leben mit aller Härte umgeworfen hat. Und die nun wieder aufstehen müssen. Wie geht man mit diesen Grenzsituationen um, wie reagieren Menschen, wenn sie akzeptieren müssen, dass das, was passiert ist, nicht wieder rückgängig gemacht werden kann. Die Erzählungen von Finn-Ole Heinrich erzählen einfühlsam die Geschichten nach der Katastrophe und kriegen im Kleinen die großen Themen Menschlichkeit, Ehrlichkeit und Würde zu fassen. Clemens Meyer schreibt: “Hard stuff, immer aktuell, sowas brauchen wir!“
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Andreas Stichmann, "Jackie in Silber" Ein Afrikareisender stolpert über ein Riesenmädchen. Eine Witwe wartet am Zuckerwattestand. Eine freiheitsliebende Mama bricht am Frühstückstisch zusammen. Wellness wird beinah mit Sport verwechselt. Und die Kneipengemeinschaft setzt alle Hoffnung auf den großen Verkünder. Dass Helden scheitern, ist der Lauf der Dinge. Sie bleiben zurück im trostlosen Hawaiihemd, im eigentlich doch nicht so glamourösen Silberkleid oder winkend am Beckenrand. Mit großer List und Können werden wir, ganz ohne die bekannten Erzählweisen, dazu verführt, den differenzierten Charakteren zu folgen und ihren Neurosen, ihrem Pech, ihren Ängsten und ihrem kurzen Glück ausgeliefert zu sein, um sie schließlich in aller Lächerlichkeit scheitern zu sehen. Und das Tolle ist, dass jede der elf Erzählungen so viel surrealistischen Witz und dadaistischen Humor mitbringt, dass man sich über jede Gelegenheit freut, eine von ihnen zu lesen.
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