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Die Toteninsel
Ein mehr als berührender Dialog
Zwei ältere Männer, Baur und Bindschädler, befreundet seit der gemeinsamen Militärzeit, machen an Martini 1977 einen Spaziergang durch Olten. Am Schluss fängt es an zu schneien. Das Gespräch der beiden ist im Grunde unendlich, unbestimmt und frei wie der Fluss der Gedanken durch den Kopf. Baur lässt sich vom heimatlichen Ambiente des Spaziergangs zu Beobachtungen und Erinnerungen anregen, die sein eigenes Leben betreffen, die Kindheit, das Schicksal der Freunde, die Lebenswelt des Dorfes, in dem er heranwuchs. Der Tod ist der ständig vorhandene Bezugspunkt dieser Assoziationen.
Gerhard Meier wurde 1917 in Niederbipp geboren, wo er heute noch lebt. Nach einem abgebrochenen Ingenieurstudium arbeitete er während 33 Jahren in einer Lampenfabrik. Ab 1971 freischaffender Schriftsteller. Literaturpreise des Kantons Bern und der Schiller-Stiftung, Fontane-Preis, Gottfried-Keller-Preis, Petrarca-Preis; Peter Handke vermachte ihm 1979 die Hälfte des Kafka-Preises. Meiers Werke offenbaren "die Grossartigkeit des Geringen, die Ungewöhnlichkeit des Gewöhnlichen, die Vielfältigkeit des vermeintlich Gleichförmigen." (Peter Hamm)
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